© Winfried Becker

Grotenberg

Auf einen Blick

  • Willingen (Upland)
  • Für Kinder
  • Immer geöffnet

"Tanz" auf dem Vulkan

Der Untergrund des Naturschutzgebiets Grotenberg in Welleringhausen offenbart Geheimnisse früherer vulkanischer Aktivität. Das vorkommende Diabasgestein bildet zusammen mit der Südhanglage und einer historischen Beweidung durch Schafe und Ziegen die Grundlage für eine einzigartige Vegetation. Hier entfalten Pflanzen wie Heidenelke, Feld-Thymian und Scharfer Mauerpfeffer ihre Blütenpracht.
Am Südhang des Grotenbergs erstrecken sich auf zehn Hektar bodensaure Magerrasen, typisch für die ausgehagerten Diabasstandorte am Ostsauerländer Gebirgsrand. Diese Silikat-Magerrasen sind in den hessischen Mittelgebirgen stark gefährdet.
Das Naturschutzgebiet liegt in Dorfnähe nördlich von Welleringhausen. Oberflächlich treten am Grotenberg schieferartige Diabastuffe, sogenannte Schalsteine, zutage. Historisch wurde der Oberhang des Grotenbergs extensiv mit Schafen beweidet, bis Ende der 1950er Jahre Fichten gepflanzt wurden. Inzwischen werden die Fichten im Rahmen von Pflegemaßnahmen zurückgenommen, und eine extensive Beweidung mit Heidschnucken erfolgt.
Der Kernbereich des Naturschutzgebiets ist von kräftigen Horsten des Trifthafers geprägt, begleitet von Kriechender und Dorniger Hauhechel sowie Stengelloser Kratzdistel. Weitere Magerrasen-Arten sind Knolliger Hahnenfuß, Kleiner Wiesenknopf, Frühlings-Fingerkraut und Frühlings-Segge. Saure Bodenverhältnisse zeigen Arten wie Kleiner Ampfer und Feld-Hainsimse an, wobei die Heide-Nelke in hoher Dichte vorkommt.
An verschiedenen Stellen tritt das Gestein kleinflächig zutage, oder es wird nur von einer dünnen Erdschicht bedeckt, was besondere Standorte schafft. In diesen Fels- und Schotterpartien wachsen Hasen-Klee, Scharfer Mauerpfeffer und Stein-Quendel. Insgesamt wurden im Naturschutzgebiet 163 Gefäßpflanzenarten festgestellt, und auf den Felsen sind Flechten wie Rentierflechten und Schildflechte weit verbreitet.
Charakteristische Vogelarten sind Neuntöter, Raubwürger und Dorngrasmücke. Unter den sechs Heuschreckenarten sticht der seltene Warzenbeißer hervor, und elf Schmetterlingsarten wurden nachgewiesen.
Der knapp 7 km lange Vulkanpfad Welleringhausen, ein lehrreicher Rundweg, bietet interessante Einblicke in die Geologie, den Goldbergbau, die Geschichte und die Natur des Gebiets. Entdecken Sie diesen einzigartigen Ort und tragen Sie durch das Befolgen der Besucherhinweise zum Erhalt dieses wertvollen Biotops bei!




Allgemeine Informationen

Auf der Karte

Tourist-Information Willingen
34508 Willingen (Upland) - Willingen
Deutschland

Tel.: +49 5632 / 9694353
Fax: +49 5632 / 9694395
E-Mail:
Webseite: www.willingen.de

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