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Aufschwung nach schwachem Winter: April und Mai bringen Übernachtungsplus

© Tourist-Information Willingen/David Heise

Trend zum Sparen bei Familien - gute und günstige Familienangebote in Willingen

Rund 127.000 Übernachtungen verzeichnet Willingen inklusive April. Dies meldet das Statistische Landesamt. Nach einem schwachen Winter nimmt ab April die Nachfrage wieder an Fahrt auf. Im Gegensatz zu den Übernachtungen stagnieren deutschlandweit die Umsätze und erreichen inflationsbereinigt nicht das Vorkrisenniveau. Vor dem Hintergrund dieses Trends sieht sich die Region jedoch gut aufgestellt.

Vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie erfreute sich der Reisemarkt überdurchschnittlicher Zuwachsraten. Ähnlich wie im Bundestrend haben inzwischen auch in Willingen die Übernachtungszahlen im Großen und Ganzen wieder das Vorkrisen-Niveau erreicht. Lediglich das schlechte Winterwetter sorgte in dieser Zeit für eine unterdurchschnittliche Belegung. Doch trifft das auch auf die Umsätze der Hotellerie zu? Und wie sieht es im gesamten Gastgewerbe aus?

Urlaub ist teurer geworden, alleine schon aufgrund der Inflation. Im Bereich der Fernreisen trifft große Nachfrage auf ein nach wie vor eingeschränktes Kapazitätsangebot, was die Preise zusätzlich klettern lässt. Während die Gewinnerwartungen für die Luftfahrtindustrie deutlich gestiegen sind, verzeichnen die touristischen Inlandsmärkte stagnierende Umsätze. Inflationsbereinigt liegen die deutschen Gastgewerbeumsätze nach wie vor unter dem Vorkrisenniveau.

18 Prozent Inflation seit 2020, zudem die Anpassung der Mehrwertsteuer, nach der für die Tourismusbranche so wichtigen Senkung. Die meisten Betriebe konnten dies nicht komplett an die Kunden weitergeben. Auch Margit Heuser vom Landhotel Baumwipfel nicht. „Ich traue mich nicht. Es läuft gut und ich möchte die Gäste nicht verschrecken. Wir sind vor drei Jahren aber auch nicht im unteren Preisbereich gestartet.“ Ihre Gäste seien typische Mittelschicht.

Gut situierte Outdooraktive und Paare gönnen sich etwas. Auch Wohnmobilisten und Motorradfahrer sind bekannt dafür, dass sie recht ausgabefreudig sind. Entsprechend gut ausgeprägt ist die Nachfrage. Doch eine der Hauptzielgruppen Willingens, muss vielfach sparen. „Wochenendgäste und Kurzurlauber akzeptieren die Preiserhöhungen meist. Preissensibilität  bemerken wir vor allem bei den Familien“, betont Meschgbu. „Unsere Preise haben wir nur um 10 Prozent angehoben. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer haben wir aber von 4,4 auf 5,1 Nächte anheben können.“, erklärt Amrei Meschgbu, die Geschäftsführerin der Fewo-Zentrale Willingen.

Trotz gestiegener Preise sind die Restaurants gut besucht, an den Wochenenden ist kaum ein Platz zu bekommen. Dies ist jedoch nicht auf gestiegene Nachfrage zurückzuführen, sondern auf ein knappes Angebot. „Die Zahl der gastronomischen Betriebe ist gesunken. Fachkräftemangel, gestiegener Preisdruck, keine Nachfolger – bei den aktuellen Rahmenbedingungen erscheint es immer weniger Menschen attraktiv, ein Restaurant zu betreiben“, so Tourismusdirektor Norbert Lopatta. Bei Gastgebern stehe oft die Überlegung im Raum, den Restaurantbetrieb aufzugeben und sich auf die Übernachtungen zu konzentrieren, erklärt Arndt Brüne, Betreiber der Graf Stolberg Hütte. „Das Kerngeschäft erscheint vielen attraktiver.“

Deutschland rückt als Urlaubsziel immer mehr in den Blickpunkt – auch bei schmalem Urlaubsbudget. Ehemals günstige Destinationen wie Mallorca, Türkei oder Kroatien haben ihre Preise angezogen. Flüge sind deutlich teurer geworden. Einige Fernreiseziele erscheinen aus Sicherheitsgründen weniger attraktiv. Zudem ermöglicht das Deutschlandticket eine einfache und fast konkurrenzlos günstige Anreise, nachhaltig noch dazu.

Vieles spricht für einen Urlaub in Willingen. Auch der Zuwachs der gerade bei Familien beliebten Ferienwohnungen, die es in einem guten Preis-Leistungsverhältnis im Weltcup-Ort gibt. „Das Sauerland ist im Vergleich zu den Urlaubsregionen an Küste, Alpen, Bodensee und Schwarzwald günstig und hat enorm viel zu bieten. Wir haben hier im Sauerland zwar kein Meer – aber dafür sieben Top-Freizeitseen und die modernste Freizeit- und Erlebnisinfrastruktur der deutschen Mittelgebirge“, weiß Amrei Meschgbu. Der Diemelsee mit mehreren Strandbädern befindet sich nur zehn Autominuten von Willingen entfernt.

Vor allen Dingen die Vielfalt der Freizeitaktivitäten macht den Willingen-Urlaub für Familien „rund“ – und die müssen nicht teuer sein. Outdoor-Angebote wie wandern oder radfahren sind grundsätzlich kostenfrei. Urlauber, die eine Ferienwohnung oder Hotel mit „Meine Card Plus“ buchen, erleben über 140 Freizeiteinrichtungen in der GrimmHeimat NordHessen während ihres Aufenthalts komplett gratis. Auch die Nutzung von Bus und Bahn ist inkludiert. Allein in Willingen sind 14 der attraktivsten Freizeiteinrichtungen mit im Paket. „Wenn das neue Lagunen Erlebnisbad fertig ist, wird die Karte weiter an Attraktivität gewinnen“, erwartet Amrei Meschgbu.

Auch das Familien-Sommer-Programm bietet eine ganze Reihe an Möglichkeiten, zu günstigen Preisen spannende Ferienabenteuer zu erleben. Inhaber des Willinger Familienpasses können damit 12 Freizeiteinrichtungen ohne weitere Kosten besuchen. Die Abwicklung erfolgt in diesem Jahr erstmals digital.

Bisher ist die Nachfrage für Juli und August im Deutschlandtourismus noch verhalten, auch in Willingen. Ein vielfach nasser Frühsommer bremst die Lust aus. Hinzu kommt der Trend zu immer kurzfristigeren Entscheidungen und Buchungen. Das bedeutet: Wer auf den „großen“ Urlaub aus Budgetgründen verzichtet und stattdessen einen Kurzurlaub im Mittelgebirge plant, bucht kurzfristig. Um die Nachfrage etwas anzukurbeln, startet die Tourist-Info Willingen eine Online-Marketing-Kampagne.

Tourismus-Experten verweisen auf eine weiterhin andauernde Nachfrage nach günstigen Urlauben, insbesondere zu festen Budgets. „Wir sind gut darauf eingestellt. Kurze Anreise und budgetfreundliche Angebote, das ist ein Markt der Zukunft“, ist sich Tourismusdirektor Norbert Lopatta sicher.

 

 

 

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