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FIS Skisprung Weltcup Willingen

27. bis 29. Januar 2017

Der Willinger Weltcup ist Kult!

Jürgen Hensel, Skiclub-Präsident und OK-Chef

Geschichte der Mühlenkopfschanze

Skispringen in Willingen

  • Erste Schanze am Ettelsberg

    Die Willinger lieben das Skispringen und ihre Mühlenkopfschanze und jeder im Ort kann sich daran erinnern, bereits als Kind dabei gewesen zu sein. Als im Winter 1924 der Norweger Thom Hesselberg-Berntzen auf einer Schneeschanze am Ettelsberg den ersten Sprung auf 24 m schaffte, erwachte in Willingen die Begeisterung für diese Sportart.

  • Die Mühlenkopfschanze

    Nach intensiver Suche nach einem geeigneten Standort für eine 'richtige' Schanze entschied man sich für den Osthang des Mühlenkopfs. Diese Stelle eignete sich aufgrund ihrer Schneesicherheit am besten. Erst später lernte man die weiteren Vorteile schätzen, denn der Hang wies eine gute Thermik auf und war wenig windanfällig. Bei den damaligen Weiten spielten diese Aspekte allerdings keine Rolle, denn bei Sprüngen auf 35 m war die Abfahrt den langen, steilen Berg hinunter fast gefährlicher als der eigentliche Sprung und moderne Sicherheitsbindungen kannte man früher noch nicht.

  • Erich Recknagel

    Nachdem im Jahr 1926 der erste Wettkampf auf der Mühlenkopfschanze stattgefunden hatte, sollte es bald weiter hinunter gehen. Schon 1930 wurde die Schanze unter der Regie des Deutschen Meisters in der Nordischen Kombination, Erich Recknagel, umgebaut und er selbst trug sich ein Jahr später mit dem neuen Schanzenrekord von 47 m in die Siegerlisten ein. 20 Jahre lang sollte dieser Rekord halten, während sich das Skispringen weiterentwickelte und nach vielen Versuchen endlich die magische 100-Meter-Marke übersprungen wurde.

  • Sagenhafter Schanzenrekord

    Vier Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges flammte in Willingen die Begeisterung für die Sportart erneut auf und es fiel die Entscheidung, am Mühlenkopf eine Großschanze zu bauen. Angesichts leerer Kassen ein mutiges Unterfangen, das nicht nur Zustimmung hervorrief und von den Mitgliedern des Ski-Clubs Willingen in Eigenleistung mit großem persönlichen Einsatz ausgeführt wurde. Die ersten Testsprünge auf der neuen Anlage erfüllten allerdings die Erwartungen bei weitem nicht und erforderten Korrekturen am Schanzentisch. Am 13. Januar 1951 kam der große Tag: Vor Tausenden von Zuschauern fand in Willingen das erste Springen auf der Großschanze statt. Die gesamte Deutsche Nationalmannschaft war am Start und Sepp Weiler sorgte mit einem Riesensatz auf 101 m für einen sagenhaften neuen Schanzenrekord, der 19 Jahre lang Bestand hatte. Die Mühlenkopfschanze war damals die viertgrößte Schanze der Welt.

  • Neubau des Anlaufturms

    Bis 1960 wurde jeden Winter unter Beteiligung vieler Spitzensportler ein internationales Skispringen in Willingen ausgetragen. Dann schien das Ende der Skisprungära in Willingen gekommen zu sein, denn der Anlaufturm, durch Wind und Wetter arg in Mitleidenschaft gezogen, stürzte teilweise ein und wurde zwei Jahre später abgerissen. Problematisch war die Finanzierung einer neuen Anlage, aber im Herbst 1964 wurde schließlich ein neuer Anlaufturm in einer einzigartigen Konstruktion aus Holz in Leimbauweise errichtet. Von Sportlern und Laien bewundert, zog das Bauwerk aus 80 Kubikmetern Holz, 10 Kubikmetern Beton und 60 Zentnern Schrauben, nicht nur im Winter, viele Besucher an. 1970 sprang der Österreicher Reinhold Bachler auf 103,5 m und überbot damit Sepp Weilers legendäre Weite aus dem Jahre 1951.

  • Erstes Europa-Cup-Skispringen

    Neben der Großschanze entstand 1971 auch eine Normalschanze mit einem Kalkulationspunkt von 90 m, die hauptsächlich für Wettkämpfe in der Nordischen Kombination benötigt wurde und auf der 1986 als größte Weite 93 m erzielt wurden. Ab 1991 sprang man nur noch auf der Großschanze am Mühlenkopf. 1982 stieg Willingen in den Kreis der Ausrichter von Europacup-Skispringen (heute Continentalcup COC) auf und die Wettkämpfe auf der Mühlenkopfschanze erreichten eine neue Dimension. Das zog jedoch einen umfangreichen Umbau der Anlage mit sich, denn das seit 1949 kaum veränderte Schanzenprofil war veraltet. 1983 und 1984 wurden beide Schanzen einer umfangreichen Modernisierung unterzogen: Das Profil der Großschanze erhielt einen anderen Neigungswinkel, der Kalkulationspunkt wurde auf 108 m verlegt, die Talsohle angehoben und verbreitert. Die Schanzentische wurden erneuert und auf beiden Seiten der Anlage entstanden große Zuschauerpodeste. Man errichtete einen neuen Kampfrichterturm sowie eine Trainertribüne und installierte notwendige technische Einrichtungen. Alles in allem blieb von den Anlauftürmen bis zur gegenüberliegenden Straße kein Quadratmeter Boden unberührt.

  • Einsatz von Kunstschnee

    Anfang der 1990er Jahre experimentierte man in Willingen zum ersten Mal mit Kunstschnee, der sehr schnell zu einem zuverlässigen Medium für die Schanzenpräparierung avancierte, denn seit 1993 wird in Willingen ausschließlich auf technisch erzeugtem Schnee gesprungen. Bereits beim Continentalcup-Springen im Januar 1994 zeigte sich, wie wichtig der Kunstschnee für Willingen sein sollte. In ganz Mitteleuropa konnte wegen Schneemangels keine Schanze präpariert werden - außer in Willingen. Bei frühlingshaften Temperaturen und strömendem Regen präsentierte sich die Große Mühlenkopfschanze in einem hervorragenden Zustand; so gut, dass sogar ein neuer Schanzenrekord von 120 m gesprungen wurde. Beobachter der FIS waren sich einig, dass ein Veranstalter, der es schafft, bei solch widrigen Wetterverhältnissen einen einwandfreien Wettkampf durchzuführen, ein Weltcup-Skispringen verdient habe.

  • Erstes Weltcup-Skispringen

    Die langjährigen Bemühungen des Skiclubs und der Gemeinde Willingen um perfekte Wettkampfbedindungen wurden mit der Austragung des ersten Weltcups in Willingen belohnt. Nach umfangreichen Umbauarbeiten sahen am 7. und 8. Januar 1995 insgesamt 50.000 Zuschauer bei herrlichem Winterwetter die besten Skispringer der Welt am Mühlenkopf. Sieger des ersten Willinger Weltcup-Skispringens war der Japaner Kazuyoshi Funaki, der eine neue Rekordweite von 132 Metern erreichte. Die folgenden Jahre brachten Willingen weitere erfolgreich durchgeführte Continental- und Weltcup-Skispringen sowie neue Zuschauerrekorde.

  • Ein 'fernsehgerechter' Abriss

    Im Jahr 2000 wurde ein kompletter Neubau der Mühlenkopfschanze notwendig, wollte man auch weiterhin zur Riege der Weltcup-Ausrichter gehören. Der alte 'Holzbock' aus dem Jahre 1964 und das Schanzenprofil entsprachen in keiner Weise mehr den vom Internationalen Skiverband FIS geforderten Standards, zumal sich mittlerweile auch die Sprungtechnik vom Parallel- zum V-Stil verändert hatte. Der Abriss des alten Turms sollte fernsehgerecht inszeniert werden; verschiedene Kamerateams hatten ihr Kommen angekündigt. Um die ganze Konstruktion vorher schon einmal zu lockern, damit bei den späteren Aufnahmen alles reibungslos vonstatten gehen konnte, befestigte man Stahlketten an den Stützen. Ein starker Traktor setzte sich in Bewegung, zog probehalber am Turm, und das Bauwerk fiel, völlig unspektakulär und von Kameras unbeobachtet, um.

  • Neubau der Mühlenkopfschanze

    Heute fügt sich der Anlaufturm in einer zeitgemäßen Stahl-/Glaskonstruktion ästhetisch in die Landschaft ein. Seitliche treppenförmige Zuschauertribünen, moderne Einrichtungen wie Lift und Standseilbahn sowie ein schicker VIP-Bereich sind heutzutage im Weltcup obligatorisch. Mit einer Größe (Hillsize) von 145 m ist die Mühlenkopfschanze übrigens die größte Skisprungschanze der Welt und gehört zu den modernsten und schönsten. Sicherlich auch ein Grund dafür, dass mittlerweile seit 1999 ununterbrochen Weltcup-Skispringen in Willingen stattfinden. Unvergessen ist der Sieg von Sven Hannawald im Jahre 2002, als der Publikumsliebling direkt nach seinen legendären Gewinn der Vierschanzentournee mit dem Weltcup in Willingen das fünfte Springen in Folge gewann und von den Zuschauern frenetisch bejubelt wurde.

  • Bau des Funktionsgebäudes

    In dem 2004 fertig gestellten Funktionsgebäude des Ski-Clubs Willingen befindet sich das Cafe-Restaurant 'Aufwind'. Die modern eingerichtete Gastronomie mit 80 gemütlichen Sitzplätzen und weiteren insgesamt 170 Sitzplätzen im großen 'Aufwind'-Saal und auf der schönen Terrasse lassen in Bezug auf Erfrischungen, leckere Speisen sowie Kaffee und Kuchen keine Wünsche offen. Viele sportliche Utensilien und Auszeichnungen (u.a. die Goldmedaille von Biathlon-Olympiasiegerin Petra Behle aus Nagano 1998) zeugen davon, welche lange und erfolgreiche Tradition der SC Willingen mit seinen über 1100 Mitgliedern und vielen Leistungssportlern über Jahrzehnte hat. Einen Abstecher lohnt auch der schmuck eingerichtete Fan-Shop des SC Willingen im Untergeschoss des Funktionsgebäudes, an den sich die Geschäftsstelle des Vereins anschließt.

  • Neubau Kampfrichterturm

    Mit dem Bau eines neuen Kampfrichterturms sowie einer fest installierten Flutlichtanlange wurden am Mühlenkopfkopf weitere Meilensteine gesetzt. Das Investitionsvolumen betrug rund zwei Millionen Euro. Die weltbesten Springer haben sich im Laufe der Jahrzehnte in die Siegerlisten am Willinger Mühlenkopf eingetragen und man darf gespannt sein, wie lange der Schanzenrekord von 152 m des Finnen Janne Ahonen aus dem Jahre 2005 Bestand haben wird. Die Geschichte der Mühlenkopfschanze wird fortgeschrieben und vielleicht sind auch Sie beim nächsten Wettkampf auf der Mühlenkopfschanze einmal live dabei und erleben die einzigartige Atmosphäre!

Impressionen

vom FIS Skisprung Weltcup Willingen

Daten und Fakten

Mühlenkopfschanze Willingen

  • 25 m Höhe Anlaufturm
  • 107 m Anlauflänge
  • 130 m Kalkulationspunkt
  • 145 m Hillsize
  • 152 m Schanzenrekord
  • 156 m Höhenunterschied Tal - Anlaufturm
  • 35.000 Zuschauer Fassungsvermögen Stadion
  • 27. - 29.01.2017 Nächster FIS Skisprung Weltcup Willingen
  • www. weltcup-willingen.de

Mühlenkopfschanze im Stryck

Zur Mühlenkopfschanze 1, 34508 Willingen

FIS Skisprung Weltcup Willingen

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In dem Winter rückt Willingen in den Mittelpunkt des Sportgeschehens, wenn die besten Skispringer der Welt auf der Mühlenkopfschanze auf Weitenjagd gehen. Wer zum ersten Mal hautnah bei dieser Veranstaltung dabei ist, dem stockt oft der Atem, wenn er die Ski-Adler über den Bakken der größten Skisprungschanze der Welt gehen und weit hinunter ins Tal fliegen sieht. Erleben Sie doch auch einmal die gigantische Stimmung am Mühlenkopf und spüren Sie Gänsehaut aufkommen, wenn die Skispringer mit einem kollektiven "Zieeeeeeeeh" aus 30.000 Kehlen angefeuert und nach unten begleitet werden. Und es geht weit hinunter: Den Schanzenrekord von 152 Metern hält seit 2005 der finnische Weltklassespringer Janne Ahonen. Die begehrten Tickets veräußert der Skiclub Willingen immer ab Anfang Oktober.

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