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Hinweise zur Beantragung einer Kur

Kurzüberblick

  • Kuren gehören als ambulante Vorsorgeleistungen nach wie vor zum Leistungsangebot der Sozialversicherungen.
  • Der erste Weg führt immer zu Ihrem Arzt. Danach muss der Arzt Ihrer Krankenkasse per Formblatt eine Maßnahme empfehlen.
  • Machen Sie im Falle einer Ablehnung des Kurantrages von Ihrem Recht Gebrauch und gehen Sie in Widerspruch!
  • Klären Sie rechtzeitig vor Kurantritt Art und Höhe der Kostenübernahme!
  • Sammeln sie sorgfältig alle Belege über geleistete Zuzahlungen an Ärzte, Apotheken und sonstige Heilmittelerbringer (z. B. Physiotherapeuten)!
  • Denken Sie vielleicht auch einmal darüber nach, anstelle eines Urlaubs eine Kur privat zu buchen! Zahlreiche Heilbäder und Kurorte verfügen über günstige Pauschalkur-Angebote.
  • Tun Sie etwas für Ihre Gesundheit und sichern Sie somit Ihre Zukunft!
  • Beachten Sie: Eine Kur ist eine Therapie ohne gesundheitsschädigende Nebenwirkungen und macht auf natürlichem Weg gesund.


Quelle:
Deutscher Heilbäderverband e. V.
Charlottenstraße 13
10969 Berlin
Telefon: +49 30 2463692-0, Fax -29
info(at)dhv-berlin.de 
www.die-neue-kur.de

SMeine Kur – 10 Hinweise zum erfolgreichen Antrag
1. Der Arzt/Die Ärztin +

Es ist Sache des/der behandelnden Arztes/Ärztin, die Dringlichkeit einer Kur zu bescheinigen bzw. eine Maßnahme und eine Kureinrichtung mit geeigneten Therapiekonzepten zu empfehlen. Gemeinsam mit Ihrem Arzt, Ihrem Betriebs- oder Vertrauens füllen Sie das Formular "Anregung einer ambulanten Vorsorgeleistung in anerkannten Kurorten gemäß § 23 Abs. 2 SGB V" aus.

2. Die gesetzliche Krankenkasse (GKV) +

Die Krankenkasse ist beim Thema rund um die Kur stets Ihre Ansprechpartner. Dort bzw. bei Ihrem Arzt erhalten Sie alle nötigen Auskünfte sowie die Antragsformulare. Beihilfeberechtigte wenden sich an ihre Beihilfestelle.

3. Amtliche Begutachtung der Notwendigkeit einer Kur +

Sobald Sie den Antrag gestellt haben, prüft Ihre Krankenkasse, ob eine beantragte Kur bewilligt werden kann. Ost erfolgt diese Begutachtung anhand der Krankenakte und auf schriftlichem Wege. Um Ihren Antrag zu prüfen, kann Ihre Krankenkasse den Medizinischen Dienst oder einen Amtsarzt zu Rate ziehen. Eventuell kann eine weitere ärztliche Untersuchung angeordnet werden. Wird Ihre Kur bewilligt, sollten Sie die Kur innerhalb von vier Monaten antreten, sonst verfällt der Anspruch. Im Falle einer Ablehnung gehen Sie unbedingt in Widerspruch, das ist Ihr gutes Recht!

4. Wer trägt die Kosten? +

Auf eigene Kosten ist eine Kur jederzeit möglich. Liegt eine medizinische Notwendigkeit vor, werden innerhalb des Sozialversicherungssystems und nach dem Beamtenrecht die Kosten von dem zuständigen Leistungsträger ganz oder teilweise übernommen:

Die gesetzliche Krankenkasse für den, der krankenversichert ist sowie in der Regel für Rentner, Hausfrauen und Kinder, die selbst oder als Familienmitglieder krankenversichert sind.

Das Versorgungsamt für Kriegs- und Wehrdienstbeschädigte, Opfer von Gewalt

Die Beihilfestelle für Angehörige des öffentlichen Dienstes

Die Rentenversicherung für rentenversicherte Arbeitnehmer

Die Unfallversicherung und Berufsgenossenschaft für Kurmaßnahmen nach einem Arbeitsunfall

5. Gesetzliche Regelungen +

Werden die Kosten einer Kur übernommen, kann eine Wiederholung erst nach Ablauf von drei Jahren bewilligt werden. Eine frühere Wiederholung wird lediglich bei bestimmten Erkrankungen, wie zum Beispiel Rheuma, und bei nachweislich medizinischer Notwendigkeit genehmigt.

6. Kuren (Ambulante und stationäre Vorsorgeleistungen) +

Bei einer Kur können Sie Kurort und Unterkunft gemeinsam mit Ihrem Arzt weitgehend frei wählen. Die Krankenkasse übernimmt grundsätzlich die Kosten der ärztlichen Behandlung und 90 Prozent der Kurmittelkosten. Zu den übrigen Kosten wie Unterkunft, Verpflegung, Fahrtkosten und Kurtaxe wird von den meisten Krankenkassen ein pauschaler Zuschuss bis zu höchstens 13 Euro (für chronisch kranke Kleinkinder bis zu fünf Jahren 21 Euro) pro Kurtag gewährt. Doch es gibt auch andere Zuschusspauschalen. Bitte erkundigen Sie sich diesbezüglich bei Ihrer Krankenkasse. Eine Kur dauert in der Regel drei Wochen.

Reichen bei Versicherten die Leistungen einer Kur nicht aus, kann die Krankenkasse die Behandlung mit Unterkunft und Verpflegung in einer Vorsorgeeinrichtung erbringen, mit der die Krankenkasse einen sogenannten Versorgungsvertrag abgeschlossen hat (Stationäre Vorsorgeleistungen).

7. Kompaktkur +

Die Kompaktkur ist eine besondere Form der Kur. Sie wird indikationsabhängig und nur in bestimmten, von den Krankenkassen anerkannten Kurorten und Heilbädern durchgeführt. Bei dieser Therapieform werden Gruppen von bis zu 15 Teilnehmern zusammengestellt, für die ein spezielles Behandlungsprogramm mit einem festen Stundenplan vorgesehen ist. Ihre Krankenkasse und auch die meisten Beihilfestellen übernehmen 100 Prozent der ärztlichen Leistung und Gesundheitsförderung sowie 90 Prozent der Kur- und Heilmittel.

8. Der Kurarzt +

Bei einer Kur müssen Sie sich vor Ort zuerst an einen der ortsansässigen Kurärzte wenden. Nur die ortsansässigen Kurärzte können aufgrund ihrer jahrelangen, einschlägigen Erfahrungen mit der Wirksamkeit der ortsspezifischen Kurmittel einen individuellen behandlungsplan erstellen. Um ein optimales Ergebnis zu erzielen, ist zunächst eine Eingangsuntersuchung bei dem ortsansässigen Kurarzt notwendig. Zum Abschluss der Behandlung erfolgt eine Abschlussuntersuchung.

9. Rehabilitation/Anschlussheilbehandlung +

Die Kur als ambulante Vorsorgeleistung ist von den Leistungen zur medizinischen Rehabilitation und von der Anschlussheilbehandlung abzugrenzen. Eine Rehabilitation ist eine Maßnahme zur Genesung nach einer Erkrankung, um Rückfälle und Folgeprobleme zu verhindern bzw. zu vermindern. Sie kann sowohl in ambulanten, als auch in stationären Rehabilitationseinrichtungen erbracht werden. Bei einer Rehabilitation gilt es zu beachten, dass die Krankenkasse nach den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls die Rehabilitationseinrichtung nach ihrem pflichtgemäßen Ermessen bestimmt. Auch bei Rehabilitationen steht die Heilmittelanwendung im Vordergrund. Pro Kurtag ist eine Selbstbeteiligung von zehn Euro zu leisten.
Eine Anschlussheilbehandlung ist eine besondere Form der Rehabilitationskur, die in direktem Anschluss an einen Krankenhausaufenthalt durchgeführt wird (meist in stationärer Form). Versicherte über 18 Jahre müssen die genannte Selbstbeteiligung für höchstens 28 Tage erbringen, wobei die Zuzahlungen, die im Kalenderjahr bereits an eine andere Krankenanstalt geleistet worden sind, angerechnet werden.
Die Heilverfahren sind grundsätzlich auf drei Wochen begrenzt und die Wiederholung einer stationären Vorsorge- oder Rehabilitationsleistung ist in der Regel frühestens nach vier Jahren möglich.

10. Kuren (Vorsorgeleistungen) für Mütter/Väter und Kinder +

Nach §§ 24 und 41 des SGB V haben Mütter bzw. Väter spezielle Rechtsansprüche auf bedarfsgerechte Kuren, wenn die medizinischen Voraussetzungen gegeben sind. Seit dem 1. August 2007 sind Eltern-Kind-Leistungen Pflichtleistungen der Krankenkassen (vollständige Erstattung der Kosten mit einem Eigenanteil von 10 Euro pro Tag, Kinder sind immer zuzahlungsfrei). Die Fahrtkosten werden ebenfalls von der Krankenkasse übernommen. Nähere Auskünfte erhalten Sie von Ihrer Krankenkasse, dem Müttergenesungswerk sowie den kirchlichen und gemeinnützigen Trägern wie beispielsweise der Caritas oder der Diakonie. Über Kurmöglichkeiten für Kinder informiert Sie Ihre Krankenkasse.

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