Hochheide - Europaweit eine Seltenheit
Im Spätsommer entfaltet sich in den Hochlagen des Uplandes ein farbenprächtiges Blütenmeer, wenn die Heide ihr purpurnes Gewand anlegt. Die Heideblüte zieht alljährlich Tausende von Besuchern an, die auf einer Wanderung die Schönheit der Landschaft erleben und einmalige Eindrücke sammeln wollen.
Vor ca. 10.000 Jahren dehnte sich im Upland eine baumlose Tundra aus. Mit der anschließenden Erwärmung eroberte der Wald die Flächen zurück. Nur in Mooren, an Felsen und in den lichten Krüppelwäldern der höchsten Erhebungen konnten einige der typischen Pflanzenarten der eiszeitlichen Tundra überleben. Durch das besondere Klima mit Wind und Schnee ist auf den kargen Böden in Höhenlagen über 700 m eine Heide mit eigener Prägung entstanden - die Hochheide.
Um sie zu erhalten ist es notwendig, die aufkeimenden Gräser, Sträucher und Bäume zu entfernen. Früher geschah das per Hand, indem durch das „Plaggen“ alle 10 bis 15 Jahre die Pflanzendecke mit Hacken abgetragen wurde. Heute benutzt man dafür spezielle Geräte und Schafe, die die Pflanzenschößlinge fressen, das Heidekraut aber verschmähen. Die Blütezeit des Heidekrautes und die Erntezeit für die dort wachsenden Heidel- und Preißelbeeren ist im Spätsommer. Nennenswerte Hochheidebestände finden Sie am Ettelsberg, Osterkopf, Kahler Pön und am Neuen Hagen. Bitte tragen Sie zum Erhalt dieser seltenen Biotope bei, indem Sie die angelegten Wanderwege nicht verlassen!
Unser Tipp: Der Uplandsteig führt Sie durch die beeindruckende Hochheidelandschaft!





















